Mund-Hand-Werk

 

Ein Planet der Superlative:

 

richtige Größe!

richtiges Gewicht!

richtige Rotationsgeschwindigkeit!

richtiger Sonnenabstand!

richtiges Klima, usw.!


Mit einem Satz:

Absolut perfekt für's Leben!

 

Soweit bekannt einziger bewohnter Planet des Universums, Platz und Lebensräume
en masse, Heimat unzähliger einzigartiger Lebensformen und -arten, Heimat auch des Menschen!

Von außen:
Ein Bild der Vollkommenheit, der Harmonie und des Friedens!
Intern betrachtet:
Ein Ort des vielfachen Unverständnisses und Unfriedens, des dauernden Kampfes
ums Dasein, der Konkurrenz, der Ungerechtigkeit und der Ausbeutung!

 

Ursachen:

Die Ungerechtigkeit in der Welt ist eine weitgehend unbestrittene Tatsache.
Ziemlich umstritten hingegen sind die Ursachen: Nach dem Motto: 'Nichts sehen, nichts sagen, nichts hören' tun wir meistens so, als ginge uns das Ganze gar nichts an, als trügen nicht nicht auch wir alle ein gewisses Maß an Mitschuld. Wir schieben lieber Gründe vor, die wir nicht verantworten können und die sicherlich nicht von der Hand zu weisen sind: Umweltkatastrophen, die klimatischen Verhältnisse, die kriegerischen Auseinandersetzungen, den Hass unter bestimmten Volksgruppen, usw.


   

Neben diesen (vielfach unveränderbaren) Umständen aber beschäftigen wir uns zumeist nicht weiter mit dieser Problematik - wir können nichts dafür! Bestenfalls unser Mitleid ist den Armen sicher!

Vielleicht ist die Grundursache für die Ungerechtigkeit in der Welt und die daraus resultierenden Konsequenzen nur die Folge eines archaischen Naturgesetzes: Die Macht und das Gesetz des Stärkeren!
Aber ist der Mensch als Krone der Schöpfung und intelligentestes Lebenwesen auf der Erde diesem Gesetz wirklich unterworfen?
Kann es wirklich sein, dass er im Laufe der Entwicklung die Gesetzmäßigkeiten der Natur vielfach überwunden hat - und dieses eine hält in noch in Bann?
Zweifel sind zumindest angesagt!
In Wirklichkeit sind wohl weit eher beispielsweise das Streben nach Macht, unsere Gier, das unbedingte Bewahren-Wollen unseres Wohlstands und der Wunsch anderen den eigenen Willen aufzuzwingen das ausschlaggebende Element.

Ein kurzer Blick in die Geschichte genügt!
Der Bogen spannt sich von Alexander dem Großen über das Römische Weltreich, von der Ausbeutung (Ausrottung) der indigenen Völker Süd-, Nordamerikas und Australiens über die Sklavenhaltung, die Kolonialzeit Afrikas und Indiens bis hin zur Politik der Apartheit, den kriegerischen Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien und den Völkermorden an ganzen Stämmen in Afrika. Beispiele ließen sich noch in unendlicher Reihe finden!
An den Folgen aber leiden manche Völker/Gebiete dieser Erde bis zum heutigen Tag: Hunger, Krankheit, hohe Staatsverschuldung, ein armseliges Leben in Elendsquartieren, kaum Schulbildung, hohe Arbeitslosenraten - um nur einige Beispiele zu nennen - bilden einen Teufelskreis.

Eigentlich sollten wir diese Teufelskreise durchbrechen können und nach Kräften zusammen arbeiten gleiche Bedingungen für alle zu schaffen. Doch dem ist nicht so!
Vor allem wirtschaftliche Interessen verhindern bislang erfolgreich ein Mehr an Gerechtigkeit in der Welt. Die armen Länder verfügen zumeist über wichtige Rohstoffe, die billig zu bekommen sind (schließlich haben sie ja Schulden!). Die Preise richten sich nicht nach Angebot und Nachfrage - sie werden von den reichen Ländern durch die WTO (Welt-Handels-Organisation) festgelegt (oder diktiert?)! Eine Schraube ohne Ende!
Gleiches gilt für die Produktion von Waren: Die sog. 'Billig-Lohn-Länder' sind gefragt: keine Umweltauflagen, keine Sozialversicherungen, kein Kündigungsschutz,.... Und wir können alle billig einkaufen!
Der immer wieder diskutierte Schuldenerlass für die armen Länder ist zumeist das Papier nicht wert, auf das die Absichtserklärungen nieder geschrieben sind. Die Abhängigkeiten sind doch zu verlockend, als dass wirklich irgendjemand wirklich ernsthaft Abhilfe schaffen möchte.

Doch jede(r) einzelne von uns kann ihren/seinen Teil beitragen
- wenn sie/er will!


Hilfsmöglichkeiten:

"Es ist nicht alles Gold, was glänzt!" und "Überall gibt es schwarze Schafe!"

Diese und ähnliche Aussagen treffen auch auf unsere Hilfsbereitschaft zu, denn es ist nicht leicht aus der Vielzahl von Angeboten, Bettelbriefen, Anfragen, usw. das richtige zu finden. Die Thematik ist sensibel und problematisch. Nicht selten bekommen wir Zweifel, ob unsere Hilfe auch wirklich dem Zugedachten zu Gute kommt.
Es ist deshalb wichtig sich ausführlich zu informieren, sich mit allen Aspekten auseinander zu setzen und dann die Hilfestellung zu finden, zu der man fähig ist und die jedem persönlich sinnvoll erscheint. Prinzipiell sind solche Organisationen vorzuziehen, die regelmäßig einen aktuellen Rechenschaftsbericht vorweisen.

Kirchliche Vereinigungen sind sicherlich seriöse Partner der armen Länder. Der Verwaltungsaufwand ist relativ gering; das Geld kommt i.d.R. den 'kleinen Leuten' bzw. Dorfgemeinschaften zu Gute; die Projekte sind gut durchdacht, geplant und langfristig ausgelegt. 'Hilfe zur Selbsthilfe' steht im Vordergrund allen Handelns.

Finanzielle Hilfe in Form von Spenden ist in akuten Notfällen immer richtig; bei Daueraufträgen ist die Unterstützung einzelner Projekte sinnvoll, denn - ins 'Blaue' hinein zu spenden erzeugt meistens Frust!
Partnerschaften oder gar Adoptionen für Kinder wollen jedoch wohl überlegt sein - nicht immer deckt sich unsere Überzeugung (und unsere Kultur) mit den gegebenen Anforderungen.

Als besonders praktikabel hat sich in den letzten Jahren der Kauf von Waren aus dem sog. Fairen Handel erwiesen. Hier kann jeder, je nach Geschmack und finanziellem Vermögen seinen eigenen Beitrag leisten. Der Preis ist bei genauerer Betrachtung nur unwesentlich höher als bei herkömmlichen Waren - die Qualität aber deutlich höher, da (allein schon aus finaziellen Gründen) die Erzeuger weitgehend auf den Einsatz von Chemikalien verzichten.
Die Auswahl ist wirklich riesig und die meisten Läden, Supermärkte und Einkaufszentren führen sie mittlerweile (zumindest in Einzelartikeln) in ihrem Sortiment.
Der Vorteil:
Die Erzeuger sind nicht mehr auf Almosen (sprich: Spenden) angewiesen, sondern haben ein Forum für ihre hochwertigen Produkte. Es liegt also am Verbraucher allein, d.h. an jedem einzelnen von uns, ob er sich dafür entscheidet - und gleichzeitig dazu beiträgt die Ungerechtigkeits-Barrieren abzubauen.